Wie solltest Du Deine Druckdatei vorbereiten, um die besten Ergebnisse zu erzielen?
Ein hochwertiger Druck beginnt mit einer hochwertigen Datei. Bevor Du Dein Design bei Printful hochlädst, prüfe das Dateiformat, die Auflösung, das Farbprofil, die Transparenz und die produktspezifischen Dateirichtlinien. So lassen sich unerwartete weiße Hintergründe, unscharfe Drucke, Farbverschiebungen und Probleme mit der Platzierung des Designs vermeiden. Visuelle Beispiele, Designtipps und Links zu ausführlicheren Anleitungen für verschiedene Drucktechniken findest Du außerdem in unserem Grafiken- und Stickerei-Leitfaden.
Verwende den empfohlenen Dateityp
Verwende für die meisten Druckprodukte PNG oder JPEG/JPG – je nach Produkt und Drucktechnik. Für DTG-Produkte ist PNG in der Regel die beste Wahl, da dieses Format transparente Hintergründe unterstützt. JPEG-Dateien unterstützen keine Transparenz. Designs mit transparentem Hintergrund können daher nach dem Hochladen einen sichtbaren weißen Hintergrund haben.
Verwende PNG, wenn Dein Design Folgendes benötigt:
- einen transparenten Hintergrund
- scharfen Text, Logos oder Illustrationen
- saubere Kanten rund um das Motiv
- DTG-Druck auf Bekleidung
Verwende JPEG, wenn Dein Design Folgendes ist:
- ein vollflächiges Foto oder Motiv (Allover-Druck, Poster, Leinwand usw.)
- für große Druckbereiche gedacht, bei denen die Dateigröße eine Rolle spielt
- für Produkte oder Drucktechniken vorgesehen, für die die Produktrichtlinien JPEG empfehlen
Vermeide beim Exportieren „Save for Web“
Verwende beim Exportieren aus Photoshop oder Illustrator „Save As“ (oder „Save a Copy“) statt „Save for Web (Legacy)“. „Save for Web“ ist auf eine kleinere Dateigröße für Bildschirme optimiert und reduziert Deine Datei häufig auf 72 dpi, was zu einem körnigen Druck führen kann.
- In Photoshop: Verwende File → Save a Copy und vergewissere Dich vor dem Speichern unter Image → Image Size, dass die Auflösung mindestens 300 dpi beträgt.
- In Illustrator: Verwende File → Save As → Adobe PDF und wähle die Vorgabe „High Quality Print“, damit Vektorlinien scharf bleiben.
Verwende das Farbprofil sRGB IEC61966-2.1
Erstelle und exportiere Deine Druckdatei im Farbprofil sRGB IEC61966-2.1. Dieses Farbprofil empfiehlt Printful für hochgeladene Druckdateien. Unser Drucksystem ist für sRGB-Dateien optimiert und wandelt Farben für den Druckprozess um.
Die Farben auf einem Bildschirm stimmen nicht immer exakt mit dem fertigen Druckprodukt überein. Bildschirme strahlen Licht aus, während bedruckte Produkte das Licht reflektieren, das von Tinte auf Stoff, Papier oder einem anderen Material zurückgeworfen wird. Helle Neonfarben, sehr gesättigte RGB-Farben und manche dunklen Farbtöne werden möglicherweise weniger leuchtend gedruckt, als sie auf Deinem Monitor erscheinen.
Weitere Informationen findest Du hier: Sollte ich für Printful-Druckdateien RGB oder CMYK verwenden?
Prüfe die Maße und Anforderungen
Jedes Produkt und jeder Druckbereich hat eigene Maße für den Druckbereich und eigene dpi-Anforderungen. Prüfe vor dem Erstellen Deines Designs immer die Dateirichtlinien des Produkts, denn sie enthalten produktspezifische Anforderungen und Tipps.
Die Auflösung bezeichnet die Anzahl der Pixel in einem Bild, während dpi beschreibt, wie viele Tintenpunkte innerhalb eines Zolls gedruckt werden. Beides ist wichtig: Eine Datei kann eine hohe Pixelanzahl haben und trotzdem schlecht gedruckt werden, wenn sie über einen zu großen Druckbereich gestreckt wird. Um mehr darüber zu erfahren, wie dpi, Auflösung und tatsächliche Druckgröße zusammenhängen, lies: Was sind dpi, Auflösung und die tatsächliche Größe einer Druckdatei?
Als allgemeine Regel gilt:
- Verwende von Anfang an hochauflösende Grafiken.
- Verwende Dateien mit 150–300 dpi, je nach Produktanforderungen.
- Achte darauf, dass die Dateigröße den tatsächlichen Druckmaßen entspricht, damit dpi korrekt berechnet wird.
- Vergrößere kein kleines Bild mit niedriger Auflösung und erwarte, dass es scharf gedruckt wird.
- Prüfe vor dem Speichern oder Einreichen Deines Produkts alle Warnungen zur Druckqualität.
Die empfohlene dpi-Zahl hängt vom Produkt und der Drucktechnik ab. Für die meisten Kleidungsstücke und Großformatprodukte sind mindestens 150 dpi erforderlich, während für Papierdrucke, kleinere Produkte oder Produkte mit feinen Details 300 dpi nötig sein können, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Weitere Informationen findest Du unter Gibt es einen Qualitätsunterschied zwischen 150 und 300 dpi?
Im Abschnitt Dateirichtlinien der Produktseite kannst Du außerdem Designvorlagen herunterladen, die die richtigen Maße, den Druckbereich und die Sicherheitszonen für das Produkt enthalten. Mit diesen Vorlagen kannst Du Dein Motiv korrekt platzieren, Designs in der richtigen Auflösung erstellen und vermeiden, dass wichtige Designelemente zu nah an den Rändern liegen. Du kannst die Vorlage in Deinem Designprogramm öffnen, Dein Motiv hinzufügen oder erstellen, die Hilfsebenen entfernen und die Datei zum Hochladen exportieren.
Prüfe die maximale Dateigröße
Design-Dateien, die Du Deiner Datei-Bibliothek hinzufügst, dürfen bis zu 200 MB groß sein und maximale Abmessungen von 20,000 × 20,000 px haben. Ist Deine Datei größer, ändere ihre Größe, vereinfache das Design oder komprimiere sie mit einem Tool, das die Bildqualität erhält. Wenn Du versuchst, eine Datei hochzuladen, die diese Anforderungen nicht erfüllt, wird eine Warn- oder Fehlermeldung angezeigt und der Upload schlägt fehl.
Prüfe vor dem Hochladen die Transparenz
Wenn Dein Design keinen Hintergrund haben soll, stelle vor dem Hochladen sicher, dass der Hintergrund tatsächlich transparent ist. In den meisten Designprogrammen werden transparente Bereiche als grau-weißes Schachbrettmuster angezeigt.
Vor dem Exportieren:
- Entferne alle unerwünschten Hintergrundebenen.
- Zoome an den Designrändern heran und prüfe, ob Pixelreste vorhanden sind.
- Vermeide halbtransparente Kanten oder Verläufe beim DTG-/DTF-Druck.
- Exportiere die Datei als PNG, um die Transparenz beizubehalten.
Halbtransparente Effekte wie Schatten, Verläufe, Rauch, Leuchteffekte und Texturen mit geringer Lichtundurchlässigkeit werden möglicherweise nicht so gedruckt, wie sie auf dem Bildschirm aussehen – insbesondere beim DTG-/DTF-Druck auf farbigen oder dunklen Kleidungsstücken. Einen halbtransparenten Effekt kannst Du mit Rasterung simulieren. Wie das geht, erfährst Du in unserem Video-Tutorial.
Vermeide Designelemente, die sich nicht gut drucken lassen
Manche Designs sehen digital gut aus, lassen sich aber nicht gut auf physische Produkte übertragen. Prüfe vor dem Hochladen Folgendes:
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Sehr kleiner Text oder dünne Linien
Kleine Details können schwer zu lesen sein, insbesondere auf strukturiertem Stoff oder kleineren Produkten. Verwende gut lesbare Schriftarten, genügend Abstand und starke Kontraste.- Beim DTG-Druck können kleine Texte oder Details unscharf erscheinen, an Schärfe verlieren oder in der Stoffstruktur untergehen.
- Beim DTF-Druck haften sehr dünne Elemente möglicherweise nicht richtig auf dem Stoff, wodurch sich das Risiko erhöht, dass sie sich mit der Zeit ablösen oder Risse bekommen.
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Helle Designs auf hellen Produkten
Weiße oder blasse Designs sind auf weißen, cremefarbenen, pastellfarbenen oder melierten Kleidungsstücken möglicherweise schwer zu erkennen. Sorge für mehr Kontrast oder wähle eine dunklere Produktfarbe. -
Dunkle Designs auf dunklen Produkten
Schwarze oder sehr dunkle Motive können auf schwarzen oder dunklen Kleidungsstücken matt oder kontrastarm wirken. Bei manchen dunklen Kleidungsstücken kann ein weißer Untergrund verwendet werden, damit die Farben besser zur Geltung kommen. Dies kann das endgültige Aussehen dezent beeinflussen. -
Neonfarben und stark gesättigte Farben
Sehr helle RGB-Farben können außerhalb des druckbaren Farbumfangs liegen. Sie können matter, dunkler oder weniger gesättigt gedruckt werden, als sie auf dem Bildschirm erscheinen. Verwende Softproofing, um Farben außerhalb des Farbumfangs zu prüfen.