Muss ich offenlegen, dass meine Mockups KI-generierte Models zeigen?
Möglicherweise ja. Ein neues Gesetz im Staat New York (Senate Bill S8420-A) trat am 9. Juni 2026 in Kraft. Es verpflichtet Werbetreibende dazu, offenzulegen, wenn ein KI-generierter Mensch in einer kommerziellen Werbeanzeige erscheint. Dieser Artikel erklärt, was das Gesetz abdeckt und wie es auf Printful-Mockups anzuwenden ist.
Verwendet Printful KI-generierte menschliche Models in seinen Mockups?
Ja, einige Printful-Mockups zeigen KI-generierte menschliche Models. Printful zeigt bei Produkten mit Mockups, die KI-generierte Models enthalten, einen KI-Disclaimer an, damit Du vor der Verwendung darüber informiert bist. Du siehst ihn an zwei Stellen:
- Produktseite im Printful-Katalog: Der Disclaimer erscheint direkt unter den Mockup-Bildern des Produkts.
- Produktveröffentlichung: Der Disclaimer erscheint im Schritt zur Mockup-Auswahl, wenn Du das Produkt in Deinem Store veröffentlichst.
Der Disclaimer lautet: „Einige Mockups wurden mithilfe von KI erstellt. Es liegt in Deiner Verantwortung, alle geltenden Regeln und Vorschriften gemäß den Printful-Nutzungsbedingungen für KI-Tools von Drittanbietern einzuhalten.“
Was verlangt das New Yorker Gesetz zur KI-Offenlegung?
Wenn Du kommerzielle Werbeanzeigen schaltest, die sich an Verbraucher in New York richten, und diese Anzeigen einen synthetischen Darsteller enthalten (einen KI-generierten, fotorealistischen Menschen, der keine reale, identifizierbare Person ist), musst Du einen klaren, deutlich sichtbaren Hinweis einfügen, der besagt, dass das Bild eine KI-generierte Person enthält.
Wer ist nach diesem Gesetz für die KI-Offenlegung verantwortlich?
Die Verpflichtung liegt bei der Person, die die Werbeanzeige produziert oder erstellt. Das bedeutet, dass Du als Händler verantwortlich bist, nicht die Werbeplattform oder der Medienkanal, auf dem die Anzeige veröffentlicht wird.
Welche Strafen drohen, wenn ein KI-generiertes Model nicht offengelegt wird?
Die Strafen gelten pro Verstoß und erhöhen sich nach dem ersten Verstoß.
- Erster Verstoß: USD 1.000
- Jeder weitere Verstoß: USD 5.000
Was gilt nach dem Gesetz als „synthetischer Darsteller“?
Das Gesetz definiert einen synthetischen Darsteller als einen KI-generierten Inhalt, der alle drei folgenden Kriterien erfüllt:
- Er wurde von einem Computer mithilfe generativer KI oder eines Softwarealgorithmus erstellt oder verändert.
- Er soll den Eindruck erwecken, dass ein realer Mensch zu sehen ist.
- Die dargestellte Person ist nicht als eine bestimmte reale Person erkennbar.
Einfach ausgedrückt ist damit ein realistisch aussehendes, KI-generiertes Model gemeint, das nicht existiert und keine identifizierbare reale Person ist.
Welche Printful-Mockup-Typen sind vom Offenlegungsgesetz betroffen?
| Mockup-Typ | Wahrscheinlich vom Gesetz erfasst? |
| Eine vollständig KI-generierte Person, die Dein Produkt trägt. | ✓ Ja, der Mensch ist KI-generiert. |
| Foto einer realen Person mit eingefügtem Produkt, ein Foto eines realen Models, auf dem das Produkt digital platziert wurde. | ✕ Nein, der Mensch ist eine reale Person. |
| Nahaufnahmen, flach ausgelegte Produkte, Aufnahmen mit Schaufensterpuppen/Kleiderbügeln, ohne Menschen. | ✕ Nein, es ist kein Mensch vorhanden, der „synthetisch“ sein könnte, aber andere Vorschriften zur KI-Offenlegung könnten dennoch gelten. |
| Vom Verkäufer hochgeladene Fotos realer Personen. | ✕ Nein, reale Personen sind keine synthetischen Darsteller. |
Spielt es eine Rolle, wo ich ein Mockup mit einem KI-generierten Model verwende?
Wahrscheinlich ja. Das Gesetz richtet sich ausdrücklich auf kommerzielle Werbeanzeigen. Wie weit dieser Begriff reicht, kann davon abhängen, wie und wo Du das Bild verwendest:
| Verwendung | Wahrscheinlich vom Gesetz erfasst? |
| Bezahlte Anzeigen (Meta, Google Shopping, TikTok usw.) | Ja, wahrscheinlich vom Gesetz erfasst |
| Mockups in Marktplatz-Angeboten | Ja, wahrscheinlich vom Gesetz erfasst |
| E-Mail-Marketing | Ja, wahrscheinlich vom Gesetz erfasst |
| Beworbene/gesponserte Beiträge in sozialen Medien | Ja, wahrscheinlich vom Gesetz erfasst |
| Organische Beiträge in sozialen Medien | Tatsächlich unklar, kläre dies mit Deiner Rechtsberatung |
Wo muss der KI-Hinweis in einer Anzeige stehen?
Das Gesetz schreibt keine genaue Platzierung vor, daher liegt die Entscheidung bei Dir: auf dem Bild selbst, in der Produktbeschreibung oder an einer anderen Stelle in der Anzeige, solange der Hinweis klar und leicht erkennbar ist.
Gilt dieses Gesetz zur KI-Offenlegung auch außerhalb von New York?
Dieses Gesetz gilt derzeit nur im Staat New York. Berücksichtige diese geografische Einschränkung jedoch sorgfältig, da Online-Marketing in der Regel keine Grenzen kennt: Eine Anzeige, die Du als lokal betrachtest, kann dennoch Verbraucher in New York erreichen. Ähnliche Gesetze werden in anderen Rechtsgebieten erwogen. Daher lohnt es sich, die Entwicklungen in den Regionen, in denen Du Werbung schaltest, im Blick zu behalten. Wenn Du Dir schon jetzt gute Gewohnheiten bei der Offenlegung aneignest, kann Dir das helfen, auf künftige Anforderungen vorbereitet zu sein.
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