Ein Zoll ist eine Steuer, die von Regierungen auf Waren erhoben wird, die aus dem Ausland importiert werden.
Zölle können den Absatz heimischer Unternehmen steigern und die ausländische Konkurrenz einschränken, da Importe gezwungen sind, ihre Preise zu erhöhen, um die Zollkosten auszugleichen. Letztendlich zahlen die Verbraucher diese zusätzlichen Steuern, wodurch importierte Produkte teurer sind als inländische Waren.
Zölle sind ein Instrument, das Regierungen weltweit nutzen, um den Handel zwischen Ländern auszubalancieren. Für Händler ist es daher entscheidend, Zölle zu verstehen, da sie die Preisstrategie maßgeblich beeinflussen können.
Was sind reziproke Zölle und Vergeltungszölle?
Reziproke Zölle und Vergeltungszölle sind grundsätzlich ähnlich – der Unterschied liegt darin, wie sie zustande kommen und in welchem Kontext sie angewendet werden.
- Ein reziproker Zoll wird oft im Rahmen eines Handelsabkommens ausgehandelt und soll den Handel zwischen zwei Ländern fair und ausgeglichen gestalten.
- Vergeltungszölle, die in letzter Zeit häufiger in den Nachrichten waren, sind dagegen eine Reaktion auf bereits verhängte Zölle eines anderen Landes. Sie sind von Natur aus strafender und nicht Teil einer Verhandlung.
Was bedeutet de minimis?
De minimis ist eine rechtliche Doktrin, die sich auf „minimale Dinge“ bezieht. Im Zusammenhang mit Zöllen bedeutet de minimis, dass Sendungen unterhalb eines bestimmten Schwellenwerts zollfrei behandelt werden.
Zum Beispiel liegt dieser Schwellenwert in den USA bei 800 USD pro Person und Tag.
Was bedeutet ad valorem?
Zölle können in verschiedenen Formen erhoben werden. Die häufigste Form ist der ad valorem-Zoll, bei dem die Zollgebühr als Prozentsatz des Warenwertes berechnet wird.