Möglicherweise, ja. Ein neues Gesetz im Staat New York (Senate Bill S8420-A) ist am 9. Juni 2026 in Kraft getreten und verpflichtet Werbetreibende offenzulegen, wenn in einer kommerziellen Werbung ein KI-generierter Mensch erscheint. Dieser Artikel erläutert, was das Gesetz abdeckt und wie es auf Printful-Mockups angewendet wird.
Verwendet Printful KI-generierte menschliche Models in seinen Mockups?
Ja, einige Printful-Mockups zeigen KI-generierte menschliche Models. Wir arbeiten an einer technischen Lösung, mit der Du diese Mockups leichter erkennen kannst. Bis dahin findest Du hier die aktuelle Liste der Produkte mit Mockups, die synthetische Darsteller enthalten — wir werden sie aktualisieren, sobald wir weitere hinzufügen:
| Produkt | KI-Model-Mockups |
| Kurz geschnittenes Damen-T-Shirt, textilgefärbt | Bella + Canvas 6882GD | Weiblich |
| Unisex Kapuzenpullover Chaser mit mittlerem Gewicht und lockerer Passform | Stanley/Stella SASU038 / STSU077 | Weiblich & männlich |
| Textilgefärbter Unisex Pullover | Comfort Colors 1566 | Weiblich & männlich |
| Vakuumisolierte Kupferflasche | Lifestyle-Mockups |
| Sojawachskerze mit Duft im Bernsteinglas | Lifestyle-Mockups |
| Poker-Spielkarten | In-der-Hand-Mockups |
Was schreibt das New Yorker Gesetz zur Offenlegung von KI vor?
Wenn Du kommerzielle Werbung schaltest, die sich an Verbraucher in New York richtet, und diese Werbung einen synthetischen Darsteller enthält (einen KI-generierten, fotorealistischen Menschen, der keine echte, identifizierbare Person ist), musst Du einen klaren, gut sichtbaren Hinweis anbringen, dass das Bild eine KI-generierte Person enthält.
Wer ist nach diesem Gesetz für die KI-Offenlegung verantwortlich?
Die Verpflichtung liegt bei der Person, die die Werbung produziert oder erstellt. Das bedeutet, dass Du als Händler verantwortlich bist, nicht die Werbeplattform oder der Medienkanal, auf dem die Werbung veröffentlicht wird.
Welche Strafen drohen, wenn ein KI-generiertes Model nicht offengelegt wird?
Die Strafen gelten pro Verstoß und erhöhen sich nach dem ersten Verstoß.
- Erster Verstoß: USD 1.000
- Jeder weitere Verstoß: USD 5.000
Was gilt nach dem Gesetz als „synthetischer Darsteller“?
Das Gesetz definiert einen synthetischen Darsteller als ein KI-generiertes Element, das alle drei folgenden Kriterien erfüllt:
- Es wurde von einem Computer mithilfe generativer KI oder eines Softwarealgorithmus erstellt oder verändert.
- Es soll den Eindruck erwecken, dass ein echter Mensch erscheint.
- Die dargestellte Person ist nicht als eine bestimmte reale Person erkennbar.
Einfach ausgedrückt bedeutet das ein realistisch aussehendes KI-generiertes Model, das nicht existiert und keine identifizierbare reale Person ist.
Welche Printful-Mockup-Typen sind von dem Offenlegungsgesetz betroffen?
| Mockup-Typ | Wahrscheinlich betroffen? |
| Eine vollständig KI-generierte Person, die Dein Produkt trägt. | ✓ Ja, der Mensch ist KI-generiert. |
| Foto einer realen Person, auf das das Produkt montiert wurde; ein echtes Model-Foto, auf dem das Produkt digital platziert wurde. | ✕ Nein, der Mensch ist eine reale Person. |
| Nahaufnahmen, Flatlays, Aufnahmen mit Schaufensterpuppen/Kleiderbügeln, kein Mensch vorhanden. | ✕ Nein, es gibt keinen Menschen, der „synthetisch“ sein könnte, aber andere Vorschriften zur KI-Offenlegung könnten dennoch gelten. |
| Von Verkäufern hochgeladene Fotos realer Personen. | ✕ Nein, reale Personen sind keine synthetischen Darsteller. |
Spielt es eine Rolle, wo ich ein Mockup mit einem KI-generierten Model verwende?
Wahrscheinlich, ja. Das Gesetz richtet sich ausdrücklich an kommerzielle Werbung, und wie weit dies reicht, kann davon abhängen, wie und wo Du das Bild verwendest:
| Verwendung | Wahrscheinlich betroffen? |
| Bezahlte Anzeigen (Meta, Google Shopping, TikTok usw.) | Ja, wahrscheinlich betroffen |
| Mockups in Marktplatz-Angeboten | Ja, wahrscheinlich betroffen |
| Email-Marketing | Ja, wahrscheinlich betroffen |
| Beworbene/gesponserte Social-Media-Beiträge | Ja, wahrscheinlich betroffen |
| Organische Social-Media-Beiträge | Tatsächlich unklar, frage Deinen Rechtsberater |
Wo muss der KI-Hinweis in einer Anzeige stehen?
Das Gesetz legt keine genaue Platzierung fest, daher liegt es bei Dir: auf dem Bild selbst, in der Produktbeschreibung oder an einer anderen Stelle in der Anzeige, solange der Hinweis klar und leicht erkennbar ist.
Gilt dieses Gesetz zur KI-Offenlegung auch außerhalb von New York?
Dieses Gesetz gilt derzeit nur im Staat New York. Berücksichtige diese geografische Einschränkung jedoch sorgfältig, da Online-Marketing häufig grenzenlos ist: Eine Anzeige, die Du als lokal betrachtest, kann dennoch Verbraucher in New York erreichen. In anderen Rechtsgebieten werden ähnliche Gesetze erwogen. Daher lohnt es sich, die Entwicklungen in den Regionen im Blick zu behalten, in denen Du wirbst. Wenn Du Dir jetzt gute Gewohnheiten bei der Offenlegung aneignest, kann Dir das helfen, zukünftigen Anforderungen einen Schritt voraus zu sein.
Brauchst Du noch Hilfe? Unser Support-Team ist für Dich da – melde Dich jederzeit über unser Kontaktformular oder starte einen Chat mit uns.